Buchcover: Mensch bleiben im digitalen Zeitalter von Lothar Behrens

Sachbuch · Erscheint Juli 2026

Mensch bleiben
im digitalen Zeitalter

Die Re-Analogisierung

»Freiheit bedeutet stets eine Wahl zu haben«

Mythologische und literarische Figuren mahnen uns, auch im Zeitalter der Digitalisierung Mensch zu bleiben.

Worum es geht

Das digitale Zeitalter sollte uns grenzenlosen Zugriff auf Information, die Verbindung aller Menschen miteinander, die Demokratisierung des Wissens, Freiheit und Befreiung bringen.

Viele Versprechen wurden eingelöst — aber einiges ist auch schiefgelaufen.

Wir sollten mehr Zeit haben, massiv in unserem Alltag unterstützt werden und eng miteinander verbunden sein. Stattdessen sind wir gehetzter denn je. Um die psychische Gesundheit unserer Kinder steht es schlecht und wir sind einsamer als jemals zuvor.

Wir ertrinken in einem Meer aus Information und dürsten nach Wahrheit.

Die Digitalisierung hat uns nicht befreit. Sie hat uns neue Ketten angelegt — unsichtbar, und schlimmer noch: wir tragen sie freiwillig.

Aktuell stehen wir an einer kritischen Schwelle. Die Einführung des Internets wird uns im Vergleich zum Siegeszug der KI wie eine leichte Brise vorkommen.

Dieses Buch lädt auf eine Reise ein — mit Sinnbildern aus Literatur, griechischer Mythologie und der Märchenwelt.

Eine Erinnerung daran, dass wir „Mensch bleiben" dürfen.

13 Figuren, 13 Spiegel

In 13 Kapiteln begegnen uns Figuren aus der Mythologie, der Literatur und der Märchenwelt, die uns einen Spiegel vorhalten, um ein digitales Phänomen zu beleuchten.

Der Billy-Effekt

Wir machen die Arbeit, die Anbieter den Profit

Wie wir zu unbezahlten Arbeitern der Tech-Konzerne wurden — vom IKEA-Regal bis zum Self-Checkout.

Schneewittchen

Spieglein, Spieglein in meiner Hand

Die Sucht nach Likes und Bestätigung — wie Social Media uns zur ständigen Selbstdarstellung verleitet.

Die Geschichte von Amor und Psyche

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Dating-Apps und das Paradox of Choice — warum zu viele Optionen uns unglücklich machen.

Tausendundeine Nacht

Das Ende der Geschichte

Binge-Watching und Cliffhanger — wie Netflix & Co. uns in endlosen Schleifen gefangen halten.

Der Sisyphos-Effekt

Er musste rollen, wir scrollen

Infinite Scroll und die Angst, etwas zu verpassen — das Happy-End, das nie kommt.

Die Hans-im-Glück-Falle

Gold für die Gig-Economy

Von Eigentum zu Abos — wie wir alles tauschen und am Ende nichts mehr besitzen.

Robinson Crusoe

Gestrandet auf der digitalen Insel

1000 Freunde online, aber einsamer als je zuvor — die Isolation im Zeitalter der Vernetzung.

Der Momo-Effekt

Unsere digitalen Zeitdiebe

Wir sparen Zeit — und haben trotzdem keine mehr. Die grauen Herren der Zeitsparkasse haben gewonnen.

Die späte Rache des Prometheus

Das gestohlene Feuer der Aufklärung

Informationsflut statt Wissen — wir ertrinken in Daten und dürsten nach Wahrheit.

Alice im Wunderland

Who the f*** is Alice

Filterblasen und Alternative Facts — wie der Algorithmus uns in den Kaninchenbau lockt.

Der Wahn des Narziss

Von der Selbstoptimierung zur Selbstbesessenheit

Quantified Self und Fitness-Tracker — wenn das Leben zur Optimierungsaufgabe wird.

Das Eloi-Paradies

Wir geben unsere Arbeitsplätze auf — und am Ende uns selbst

Automatisierung und Bequemlichkeit — wie wir zu Haustieren der Technologiekonzerne werden.

Der Traum von Dr. Frankenstein

Wir erschaffen unseren Nachfolger

Künstliche Intelligenz — die Geschichte des Schöpfers, der von seiner Schöpfung überholt wird.

Die Re-Analogisierung

Zehn Prinzipien für ein menschliches Leben im digitalen Zeitalter

  1. I

    Du sollst Eigentümer sein, wo es Sinn macht

    Kaufe, was Dir wichtig ist. Besitze es. Pflege es. Repariere es. Gib es weiter. Befreie Dich von der Abo-Falle.

  2. II

    Du sollst mit deinen Händen Dinge erschaffen

    Koche. Bastle. Repariere. Pflanze. Erschaffe etwas Echtes, das bleibt. Deine Hände erinnern Dein Gehirn daran: Du bist nicht nur Konsument, sondern auch ein Schöpfer.

  3. III

    Du sollst echte Menschen treffen

    Sechs echte Freundschaften sind mehr wert als 500 Facebook-Kontakte. Triff Menschen von Angesicht zu Angesicht. Schalte Dein Smartphone aus. Sprich, höre zu und sei präsent.

  4. IV

    Du sollst Zeit haben, nicht Zeit sparen

    Hör auf, um jeden Preis alles zu optimieren. Fang an, Zeit zu haben indem Du lebst. Eine „verschwendete" Stunde beim Abendessen mit der Familie ist wertvoller als alle eingesparten Wartezeiten.

  5. V

    Du sollst Wahrheit statt Informationen suchen

    Ertrinke nicht in der Informationsflut. Such öfters mal die Quelle. Prüfe die Fakten, auch wenn es mühsam ist. Ein Buch ist wertvoller als tausend Tweets.

  6. VI

    Du sollst fertig sein dürfen

    Denke daran, der Feed endet nie. Aber Du kannst stets entscheiden, dass Du für heute fertig bist, genug gesehen, genug gelesen und genug gescrollt hast.

  7. VII

    Du sollst sein, nicht scheinen

    Hör auf, für den Spiegel zu leben. Lösche die Filter. Zeig Dein echtes Gesicht. Sei langweilig und echt. Sei einfach Du, mit oder ohne Publikum.

  8. VIII

    Du sollst arbeiten, nicht nur konsumieren

    Arbeit ist nicht nur lästig und negativ. Arbeit kann Sinn machen und uns Würde verleihen. Es geht um mehr als Broterwerb. Sinnstiftende Tätigkeiten lassen wir uns nicht einfach nehmen.

  9. IX

    Du sollst für Deine Arbeit bezahlt werden

    Du bist kein Kassierer und kein Content-Creator für Tech-Milliardäre. Wenn Du arbeitest, sollst Du bezahlt werden, mit Geld oder mit einer fairen Gegenleistung.

  10. X

    Du sollst wählen und selbst entscheiden

    Du entscheidest, was Du siehst, liest, kaufst, denkst. Nicht der Algorithmus, nicht die KI, nicht der Feed. Du.

Lothar Behrens

Porträtfoto von Lothar Behrens

Lothar Behrens – 25 Jahre Bankvorstand und Aufsichtsrat.

Nach seinem Debütroman „Konstantin fliegt" widmet er sich einem zentralen Anliegen: dass wir auch im digitalen Zeitalter Mensch bleiben und unsere Freiheit bewahren.

Nach mehr als drei Jahrzehnten in der Finanzbranche und als langjähriger Vorstand verschiedener Banken kennt Behrens die Digitalisierung von innen. Er hat sie vorangetrieben, ihre Effizienz geschätzt aber auch ihre Schattenseiten erlebt.

Heute engagiert er sich als Aufsichtsrat und im Ehrenamt. In seinem zweiten Buch warnt er vor den Folgen einer unkontrollierten Digitalisierung: dem Verlust unserer Autonomie, unserer Zeit und letztlich unserer Menschlichkeit.

„Die Re-Analogisierung ist keine Rückkehr ins Mittelalter. Sie ist eine bewusste Entscheidung für die Menschlichkeit in einer digitalen Welt."
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Erscheint am 1. Juli 2026 bei BoD — Books on Demand

Unter der ISBN 978-3-9828727-3-5 auch überall im Buchhandel erhältlich.